| Blutegel-Therapie
Die Blutegel-Therapie ist ein sogenanntes "Ausleitendes Heilverfahren" zur Behandlung von lokalen Schmerz- oder Stauungszuständen, die durch Blut- oder Lymphödeme verursacht werden. Darüberhinaus gibt der Blutegel auch schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirk-stoffe in die Wunde ab. Zur Behandlung werden medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) auf der Hautoberfläche in der zu behandelnden Region an-gesetzt. Diese Behandlung dauert ca. 0,5 bis 2 Stunden. Die Dauer hängt unter anderem von der Hautbeschaffenheit und der Durchblutung der betroffenen Region ab. |
![]() |
||||||
![]() |
|||||||
|
Indikationen:
Es gibt auch Gegenanzeigen, wann eine Blutegeltherapie nicht angwandt werden darf, unter anderem bei Blutarmut, Hämophilie (der Bluterkrankheit) oder medikamentös ver-ringerter Blutgerinnung (Liste nicht vollständig!). Die Gegen-anzeigen müssen vorher in einem Gespräch geprüft werden. |
|||||||
|
Wirkung und Nebenwirkungen Der Blutegel saugt sich an der Haut fest und ritzt die Haut in einer dreizackigen Sternform ("Mercedes-Stern") leicht ein. Dieser Biss ist nur wenig schmerzhaft, vergleichbar vielleicht mit einem Brennessel-"Stich" oder einem leichten Ziehen. Dass der Biss wenig unangenehm ist, ist für den Blutegel in der freien Natur lebenswichtig, sonst würde er schnell abge-streift. Der Blutegel injiziert einen umfangreichen Wirkstoff-Cocktail in die Bissstelle mit etwa 30 verschiedenen Substanzen, darun-ter entzündungshemmende und gerinnungshemmende Wirk-stoffe, auf denen die medizinische Wirkung im Wesentlichen beruht. Diese Stoffe sind auch dafür verantwortlich, dass die Bissstellen nachbluten und der typische Juckreiz beim Heilprozess machmal verstärkt ist. In seltenen Fällen können auch Komplikationen auftreten wie z.B. Hautrötungen, lokale Schwellungen, Infektionen oder Vernarbungen. Daher ist es wichtig, nach der Blutegeltherapie die Bissstellen medizinisch korrekt zu versorgen. |
![]() |
||||||